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Video Intervention Therapy im Kontext von traumatischen Erfahrungen und postpartalen Störungen

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Corinna Reck

Die Video Intervention Therapy (VIT) ist ein videogestütztes, ressourcenorientiertes therapeutisches Verfahren, bei dem Interaktionen zwischen zwei oder mehreren Personen aufgezeichnet werden. Sie kann im Rahmen eines umfassenderen Behandlungsprogramms verwendet werden. VIT wird in zahlreichen therapeutischen Settings und verschiedensten Institutionen in den USA und in Europa zur Behandlung psychischer Probleme eingesetzt. Zielgruppen für VIT sind Eltern mit ihren Kindern oder auch Säuglingen, Paare und Familien sowie andere Gruppen, wie Geschwister oder Jugendliche untereinander. Inhalt des Curriculums 2018/2020 ist die VIT als spezifische Methode innerhalb der Traumabearbeitung und die Bedeutsamkeit spezifischer Interaktion in der Eltern-Kind-Beziehung in der Postpartalzeit.

Referentinnen, Referenten und Mitwirkende

Ergebnisse
Zum einen erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen umfassenden Überblick über Methoden und Anwendung von VIT. Zum anderen werden die Auswirkungen von Traumatisierung auf zwischenmenschliche Interaktion beleuchtet. Weiter wird dargestellt, wie Interventionen aus der VIT in der Traumatherapie effektiv eingesetzt und in den Therapieprozess integriert werden können. Zusätzlich erhalten die Teilnehmer einen Einblick in die Arbeit mit Betroffenen von postpartaler Depression und Angststörungen unter dem spezifischen Einsatz von Video-Interventionen und körperorientierten Techniken.

Methodische Umsetzung
Ausgewählte Ausschnitte werden zusammen mit den Therapeuten analysiert und reflektiert. Durch die Sichtbarmachung von impliziten, non-verbalen interaktionellen Prozessen und zentralen, wiederkehrenden Interaktionen zwischen den handelnden Personen können die detaillierten Mikroanalysen sowohl innerpsychische Prozesse als auch konkrete Verhaltensaspekte positiv beeinflussen.

Curriculum
Das Curriculum 2018/20 ist als umfassende Zusatzkompetenz bzw. Weiterbildung für psychotherapeutisches Arbeiten konzipiert. Im Vordergrund stehen die Auswirkungen traumatischer Erfahrungen auf interaktionelle Prozesse und deren emotionale Verarbeitung sowie eine Erweiterung des Behandlungsrepertoires.

Zielgruppe
Psychologen, (Sozial-)Pädagogen, Psychologische und Ärztliche Psychotherapeuten bzw. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten mit abgeschlossener oder in fortgeschrittener Ausbildung. Nach Absprache ist auch die Teilnahme aus Forschungsinteresse möglich. Der Besuch von acht Fortbildungstagen mit G. Downing bildet die theoretische Grundlage für ein Basis-Zertifikat in VIT . Für die weiter dafür erforderlichen Videosupervisionen (mind. drei Videos von jeweils zwei Fällen) können alle Module genutzt werden (inkl. Modul 5 / Prof. Dr. Reck & Körner). Die Fortbildung wird von der PTK Bayern als zertifizierte Fortbildung anerkannt. Es werden je 20 Fortbildungspunkte für die zweitägigen Module und 28 Fortbildungspunkte für das dreitägige Modul beantragt. Das Vorstellen eigener Videosequenzen mit Schwerpunkt Interaktion ist möglich und erwünscht. Die Module können auch jeweils einzeln gebucht werden.

Modul 1: Video Intervention Therapy im Kontext von Traumatisierung durch Gewalterfahrung, 19.-20. Oktober 2018
George Downing, Ph.D., International Institute of Video Intervention Therapy, Paris

Modul 2: Video Intervention Therapy im Kontext sexueller Traumatisierung, 22.-23. März 2019
George Downing, Ph.D., International Institute of Video Intervention Therapy, Paris

Modul 3: Mentalisierungstechniken in der Video Intervention Therapy mit traumatisierten Patientinnen und Patienten, 29.-30. November 2019
George Downing, Ph.D., International Institute of Video Intervention Therapy, Paris

Modul 4: Körperorientierte Techniken in der Video Intervention Therapy mit traumatisierten Patientinnen und Patienten, 19.-21. März 2020
George Downing, Ph.D., International Institute of Video Intervention Therapy, Paris

Modul 5: Video Intervention und körperorientierte Techniken im Kontext postpartaler Depression und Angststörungen, 12.-13. Juni 2020
Prof. Dr. Corinna Reck, Ludwig-Maximilians-Universität, München
Katharina Körner, Universitätsklinikum, Heidelberg

Rahmenbedingungen:
Zeiten jeweils 10.00 Uhr – 18.00 Uhr, außer erster Tag Modul 4 (19. März 2020: 14.00 - 20.00 Uhr)

Veranstaltungsort des Curriculums: Seminarzentrum LMU München, Leopoldstr. 30, 80802 München

Teilnehmerzahl:
max. 20

Frühbucherpreis (jeweils bis vier Wochen vor Veranstaltungsbeginn) pro Modul:
440 Euro, Modul 4 aufgrund der längeren Dauer 530 Euro
Regulärer Preis pro Modul:
590 Euro, Modul 4 aufgrund der längeren Dauer 680 Euro

Hinweise:

  • Die Fortbildung wird von der PTK Bayern als zertifizierte Fortbildung anerkannt. Es werden 20 Fortbildungspunkte für die zweitägigen Module und 28 Fortbildungspunkte für das dreitägige Modul beantragt.
  • Das Vorstellen eigener therapeutischer Videosequenzen mit Schwerpunkt Interaktion ist möglich und erwünscht.
  • Die Module können auch jeweils einzeln gebucht werden.
  • Der Besuch von acht Fortbildungstagen mit G. Downing, Ph.D., bildet die theoretische Grundlage für ein Basis-Zertifikat in VIT. Für die weiter dafür erforderlichen Videosupervisionen (mind. drei Videos von jeweils zwei Fällen) können alle Module genutzt werden (inkl. das Modul 5 / Reck & Körner).

Bei Fragen zu diesem Angebot beraten wir Sie gerne:
Tel.: 089 / 2180 - 72244
weiterbildung@lmu.de

 

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